Verband Deutscher Grundstücksnutzer

10.01.2013

Aktionsbündnis für trockene Keller in Berlin gegründet

Hohe Wasserstände in Berlin – Betroffene schließen sich zusammen und erheben Forderungen an die Politik

„Für trockene Keller in Berlin“ – das ist der Name eines Aktionsbündnisses, das sich jetzt beim Verband Deutscher Grundstücksnutzer (VDGN) gegründet hat. Sein Ziel ist die Lösung der Probleme, die sich aus dem beängstigenden Steigen des  Grundwasserspiegels und zunehmend auch in die Keller und Fundamente von Gebäuden eindringendem Schichtenwasser ergeben. Gründungsteilnehmer des Aktionsbündnisses sind Anwohner- und Betroffeneninitiativen aus den Stadtteilen Johannisthal, Heinersdorf, Karow, Mahlsdorf, Kaulsdorf und Biesdorf sowie der Verein der Eigenheim- und Grundstücksbesitzer in Deutschland und der Verein zur Förderung und Pflege der städtischen und kommunalen Umwelt.

Auf der Gründungsversammlung forderten die Teilnehmer von der Regierungskoalition in Berlin, ihre im Koalitionsvertrag von SPD und CDU festgeschriebenes Vorhaben umzusetzen, in Berlin für siedlungsverträgliche Grundwasserstände zu sorgen. Beendet werden müsse der Zustand, daß die zuständigen Verwaltungen, den Schutz vor dem eindringenden Wasser zur Privatsache erklärten und damit das Regierungsvorhaben sabotierten. Den von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung veranstalteten „Runden Tisch Grundwasser“ unter Leitung von Staatssekretär Christian Gaebler bezeichneten die Teilnehmer einhellig als „Alibiveranstaltung“. Zur Lösung der Probleme habe er nichts beigetragen.

Das Aktionsbündnis verabschiedete einen Appell an die Berliner Politik. Darin verlangt es u.a., die Einhaltung siedlungsverträglicher Wasserstände als Grundrecht in der Berliner Verfassung zu verankern, ein stadtweites Wassermanagement einzuführen und einen Finanzierungsfonds für Geschädigte einzuführen.

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